Das Wichtigste in Kürze
- UGC (User Generated Content) sind Inhalte, die wirken, als hätten echte Kundinnen und Kunden sie erstellt.
- Beauftragtes UGC wird von Creatorn gezielt für Marken produziert, meist für Anzeigen und Social Media.
- UGC wirkt in Anzeigen wie eine Empfehlung, passt zum Hochformat sozialer Netzwerke und lässt sich in vielen Varianten testen.
- Nutzungsrechte, Dauer und Kanäle sollten immer schriftlich geregelt sein.
Was ist UGC?
UGC steht für User Generated Content, also Inhalte, die von Nutzerinnen und Nutzern erstellt werden statt von einer Marke selbst. Typisch sind kurze Videos im Hochformat, in denen eine Person ein Produkt zeigt, ausprobiert oder ehrlich davon erzählt.
Was ist der Unterschied zwischen organischem und beauftragtem UGC?
- Organisches UGC entsteht freiwillig: Kundinnen und Kunden posten Fotos, Videos oder Bewertungen zu einem Produkt, ohne dafür bezahlt zu werden.
- Beauftragtes UGC wird von UGC-Creatorn gezielt für eine Marke produziert. Es sieht aus wie organisches UGC, entsteht aber nach einem Briefing und wird bezahlt.
Für Anzeigen wird fast immer beauftragtes UGC genutzt, weil Marken so Inhalt, Qualität und Nutzungsrechte planen können.
Warum funktioniert UGC in Anzeigen?
- Es wirkt wie eine Empfehlung: Eine echte Person spricht über ihre Erfahrung, das schafft Vertrauen.
- Es passt zur Plattform: Hochformat, direkte Ansprache und natürlicher Look fügen sich in den Feed ein.
- Es ist schneller produziert als ein klassischer Werbedreh.
- Es lässt sich gut testen: Mehrere Einstiege und Varianten zeigen schnell, welche Botschaft am besten ankommt.
Welche UGC-Formate gibt es?
- Testimonial: Eine Person erzählt, welches Problem ein Produkt oder eine Leistung gelöst hat.
- Unboxing: Das Auspacken und der erste Eindruck.
- Tutorial: Schritt für Schritt zeigen, wie etwas funktioniert.
- Vorher und nachher: Ein sichtbarer Unterschied durch das Produkt.
- Problem und Lösung: Ein Alltagsproblem, das mit dem Produkt gelöst wird.
- Hook-Varianten: Verschiedene Einstiege für dasselbe Video, um in Anzeigen zu testen.
Wie entsteht ein gutes UGC-Video?
- Briefing: Zielgruppe, Kernbotschaft, Pflichtinhalte und No-Gos werden festgelegt.
- Hook: Die ersten Sekunden entscheiden, ob jemand weiterschaut. Ein starker Einstieg ist Pflicht.
- Skript: Ein lockeres Skript gibt Struktur, ohne dass das Video auswendig gelernt wirkt.
- Dreh: Mit dem Smartphone, gutem Licht und ruhigem Ton, zu Hause oder vor Ort.
- Schnitt: Kurze Schnitte, Untertitel und eine klare Handlungsaufforderung am Ende.
- Varianten: Mehrere Hooks und Längen, damit Anzeigen getestet werden können.
Worauf müssen Sie bei Rechten und Kennzeichnung achten?
Regeln Sie schriftlich, wie lange, auf welchen Kanälen und in welcher Form Sie ein UGC-Video nutzen dürfen, insbesondere ob es als bezahlte Anzeige eingesetzt wird. Veröffentlicht ein Creator das Video zusätzlich auf dem eigenen Kanal, muss es als Werbung gekennzeichnet werden.
Wie wird man UGC-Creator?
Sie brauchen keine große Reichweite, sondern natürliche Videos und Zuverlässigkeit. Ein Portfolio mit einigen verschiedenen UGC-Videos zeigt Marken, was Sie können. Auch Anfängerinnen und Anfänger können mit einem guten Briefing und Skript starten.
Fazit
UGC verbindet die Glaubwürdigkeit echter Empfehlungen mit der Planbarkeit von Werbung. Mit klarem Briefing, starkem Einstieg, mehreren Varianten und sauber geregelten Rechten wird UGC zu einem der wirksamsten Formate für Anzeigen in sozialen Netzwerken.
Häufige Fragen
KIMelanie Dincdemir
Marketing, Digital Business und Geschäftsmodellentwicklung bei Optivanta
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Er ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autorin oder des Autors wieder. Anbieter und verantwortlich für alle Inhalte ist die Optivanta Solutions LLC. Mehr im Impressum
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